Grubengräber

Ein Stein im Weg, sehr gut platziert,
hat eine Hürde gut bewirkt.
Gern wirft man auch den Stock hinein,
flugs in den Lauf, blockiert das Bein.

Es werden Gruben ausgehoben,
an Bosheit kaum noch überboten,
so steht der nette Zeitgenosse
an jenem ausgedehnten Loche.
Er freut sich förmlich auf den Fall,
den Flug und letztlich auch den Knall.
Und auch das Leben selbst spielt mit,
es bringt manchmal nur wenig Glück.

Auch wenn man nun am Boden liegt,
wenig kräftig, schwer besiegt,
denkt man in der Regel dann,
dass man nun nichts mehr ändern kann.

Doch hoch mit jenen müden Gliedern,
die Lippen öffnend, singend Liedern.
Auf in den Kampf, die Waffen klar,
nur aufgeben was früher war!

Die neue Zeit ist angebrochen,
ein neues Süppchen nun zu kochen.
Die Gruben- und Galionsfigur
verschwindet und bleibt übrig nur
als falsch gespielte Partitur.

Schieß auf den Mond den Grubengräber,
kehr alles aus mit großem Feger.
Und mach Dich auf die Suche flink
nach Menschen, die nicht hölzern sind!

Zurück zur Übersicht

Zurück zur ersten Seite