Bidderedd 2007...!

Hallo liebe Leserschaft,
hat das Jahr Sie dahingerafft?
Haben Sie in letzten Zügen
verfolgt die alten Lebenslügen?
Versprechungen - ganz nett und fein.
Heut will's keiner gewesen sein,
der sie dann brach und skrupelfrei
erschuf der Lebenslügen neu.

Genug geschaut ins letzte Jahr!
Genug gesagt, was einmal war!
Wir blicken vor - ihr liebe Leut' -
es wird auch wirklich einmal Zeit!
Wir schauen in den Februar -
ja ist es denn nicht wunderbar?
Zerstoibert hat's die CSU,
schon trabt die nette lila Kuh
durch das alte Bayern-Land.
Sie macht dort jedem laut bekannt,
dass sie die höchste Wahlfangquote,
so sicher bald die Mehrheit hole.
Und das wär wirklich keine Kunst,
denn sie nutzt der Stunde Gunst.

Die Rivalen, die sozialen
Demokraten müssen warten,
denn die haben leider grade
ihre Wahlkreiskandidaten
gar nicht eingereicht zum Wählen -
darum werden die nun fehlen.

Und vergessen kann auch jeder
liberale Wohlstandstäter.
Sprach man hier noch grade gestern
von gewerkschaftsfaulen Nestern,
schimpft man heute auf die Schrecken,
die grad bis zum Halse stecken
in dem Heu und - diese Weisen -
lassen uns ins Grase beißen.
"Häuptling Wester-Weller Junge
sprechen mit gespaltner Zunge!".

In dem grünen, blauen Land
ist auch jedem wohl bekannt,
dass die Grünen niemals werden,
gar gewählt in großen Herden.

Und die Linken Sozialisten,
sollten besser baldigst flüchten
vor den Bayern, die nicht hoffen,
regiert zu werden von Genossen.

Ja - so bleibt die Lila Kuh,
Favorit im großen Rennen,
reicht zum Wählen nicht das Muh,
wählt man halt noch ein paar Hennen...

Und im März 2007?
Wird man in der Sonne liegen!
Braungebrannt und durchgebraten,
wird man auf den Sommer warten,
medium ist angesagt -
im April schon durchgegart.

Knusprig geht es in den Mai,
und man denkt schon mal dabei -
an die neuen hohen Steuern,
die das Leben leicht verteuern.
Und es steigert den Verdruss,
dass manch einer verzichten muss,
auf das kleine Gläschen Schnaps,
weil diesen kein Discounter hat.
Und auch andere Geschäfte,
bieten nicht mehr an das beste
aus dem russisch-weißen Raum,
Wodka fließt beinahe kaum.
Die Pipeline einfach zugedreht,
die Gassorge ist wie verweht.
Wodka muss jetzt wieder her,
sonst fliegen Mozartkugeln schwer
in den Osten - Weingeschosse
treffen hart die Kreml-Bosse.

Der Juni kommt - der Mangel geht
gar in den Süden, wo verweht
die Sorge um das starke Nass.
Schnaps und Bier im Doppelfass
Trifft man auf Mallorca an,
so viel man letztlich trinken kann!

Und dem Juli fehlt nicht viel
von der Sommerlöcherreihe,
Wanderungen aus dem Nil
bringen Krokodil aufs Neue.
Doch genau das ist so neu,
denn jene Tiere sind geflohen
nicht aus Terrarien dabei
sie flohen vor der Hitze schon!
Der Nil - er wurde gar zu warm,
drum hatten jene keine Gram
zu wandern in den Norden fein,
und dort zu nutzen Vater Rhein.
Jenen Fluss, der jetzt schön milde
fließt durch tropische Gefilde.
In Bayern fliegen Papageien,
im Osten wandern Affen ein,
im Norden kreuzen ein paar Haie,
im Westen traut man sich ins Freie
nur noch bei Tag, denn da durchwandern
die Hyänen und die andern
Raubtierwesen aus dem Süden
nicht die Gärten und die Fliegen,
die Malaria verbreiten,
suchen auch bei Tag die Weiten.
Selbst im Bundestag - wie fein -
gehn Exoten aus und ein.
Pelikane sitzen stetig,
kriegen ihren Mund nicht voll,
in dem Saal, kassieren ewig
machen Bimbels - wundervoll...!
Es kreisen große Pleitegeier
über der Geburtstagsfeier
von der Faultierenfraktion
warten auf das Opfer schon,
auf den großen Hammelsprung,
da haut es sicher einen um,
der sich lässt sein Herz erweichen
und somit auch sehr leicht ergreifen.
Rosarote Zeitgenossen,
stehen da wie angegossen,
auf einem Bein - das Federvieh,
wartetet hierbei irgendwie
auf die Chance der Profilierung,
rügen gerne die Regierung.
Jenes Einbeinstehertier,
es ist nur zum Schimpfen hier
über andre Mitvertreter,
und es wird auch zum Verräter,
wenn es eine Chance sieht,
die Macht in seine Richtung zieht.

Kurz gesagt, es ändert nichts,
welches Tier im Plenum sitzt...

Der Sommer um - der Herbst ist da -
bei 30 Grad ganz wunderbar!
Der September geht vorüber,
der Oktober - schnell verfliegt er.
Der November bringt die Grade
kurz zum Sinken, doch man warte
auf die Weihnachtsfeiertage.
Hier ist es doch keine Frage,
dass es warm und sonnig bleibt -
der Sommer, er ist nicht mehr weit!

So kommt dann auch der Weihnachtsmann
nicht mehr mit Rentierschlitten an.
Eine Elefantenherde
schwebt ganz leis über der Erde.
Der Weihnachtsmann ganz ohne Bart -
in Sonnenbrille, kurzen Hosen,
die Bauchmuskeln ganz fest und hart,
zum Klingeln leere Weißblechdosen.

Doch vor dem netten Weihnachtsmann
kommt ein Sturm, die Flut und dann
könnt er besser einmal wandern
mit Nilpferden und vielen andern
Wassertieren - welch ein Segen -
der milde, schöne Dauerregen.
Die Tropen sind auch nicht mehr weit!
Es folgt die große Regenzeit...!

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