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Mobbing

Das Wort "Mobbing" klingt ähnlich wie das Wörtchen "Mob", das laut Duden eine "aufgewiegelte Volksmenge" bezeichnet. Und irgendwie passt das auch zusammen.
"Mobbing" ist aus dem Englischen entlehnt - das Verb "to mob" bedeutet so viel wie "schikanieren" oder "verletzen".
Zusammengefasst kann man also sagen, eine Person wird auserwählt, der Prügelknabe einer Gruppe zu sein, die sich in ihren Anfeindungen dann auch noch gegenseitig aufwiegelt.
Hintergrund von solchen Attacken sind oftmals Unterschiede. Die gemobbte Person verhält sich nicht so, wie man es von ihr erwartet. Neben diesem Gruppenzwang stehen manchmal auch persönliche Motive im Raum. Jemand fühlt sich durch den Gemobbten in irgend einer Art und Weise bedroht oder angegriffen, oder er steht ihm bei seiner Karriereplanung im Weg. Auch können es persönliche Defizite sein, die jemanden dazu bringen, eine andere Person als Boxsack zu missbrauchen und somit eine Machtposition auszuleben, um eigene Spannungen abzubauen.

Es ist völlig egal, warum ein Mensch gemobbt wird. Resultat ist meist die Ausgrenzung dieser Person, die einer Entwertung ihres Selbst gleichkommt. Die Person fühlt sich zunehmend minderwertig und von der Gruppe ausgeschlossen. Wenn sie in einen Raum kommt, in dem Mitschüler oder auch Kollegen sitzen, die sich zuvor unterhalten haben, sind diese plötzlich still. Unwahrheiten werden in böswilliger Absicht verbreitet, um den Mob der Mobber noch zu erweitern. Ziel ist es, dieser Person auf ellen Ebenen zu zeigen, dass sie unerwünscht ist.
Gerne nimmt man dabei auch in Kauf, dass die schulischen oder beruflichen Leistungen der Person darunter leiden und der Mensch selbst nur noch mit Bauchschmerzen auf die Arbeit geht. - Schlechte Zensuren oder die fünfte Ermahnung vom Chef tragen schließlich dazu bei, dass es der Person immer schlechter geht und man sie irgendwann endlich "rausgemobbt" hat.

Solche Attacken gehen an keinem Menschen spurlos vorbei. Mit der Zeit entstehen zwangsläufig seelische und psychosomatische Probleme. Der Druck schlägt auf den Magen, bereitet Kopfschmerzen, man bekommt Durchfälle und Schwindelattacken. Der Krankenstand steigt - und damit die Angriffsfäche für den Mob. Nun ist man auch noch krank, schwach, leistungsunfähig. Das Spiel geht auf!
Schafft der Gemobbte nicht den Ausstieg, kann er nicht die Schule, das Umfeld oder den Arbeitsplatz verlassen, wird der Druck enorm. Psychische Erkrankungen sind die Folge. Und bei immer mehr Menschen steht am Ende solcher Attacken der völlige Zusammenbruch.
Selbst ein Suizid kann Folge solcher Attacken auf den Selbstwert und die Grundfeste eines Menschen sein! Speziell immer mehr Jugendliche sehen sich auch Cyber-Attacken ausgesetzt. - Dem Mobbing im Internet und in sozialen Netzwerken.
Fehlt ihnen nun auch noch ein starkes und liebevolles Elternhaus, sehen einige den Weg der Selbsttötung als einziger Ausweg.

Daher: Mobbing ist mehr als ärgern oder hänseln. Mobbing ist nicht das Recht eines jeden, einen anderen nach Gutdünken zu schikanieren und auszugrenzen, nur weil ihm dessen Nase nicht passt. Mobbing ist kriminell, unmenschlich und kann Menschen zerstören!

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