Fenster zur Nacht...


Eine gute Nachtgeschichte...

Blicke hoch ans Firmament,
Lichter, die man Sterne nennt,
flimmern dort nur lichtschwach, klein
in die helle Nacht hinein...

Tausend Watt verglühen hier,
Laserstrahler vor der Tür
strahlen auf den Himmel - satt -
weitre hunderttausend Watt.
Kirchen glühen - grelle Strahler,
das Dunkel wird so immer fahler.
Auch Straßenlampen strahlen Licht
hoch zum blassen Mondgesicht.
Leuchtreklame, Gärten hell. -

Glühwurmfrau -
sie sucht sehr schnell
nach dem Strahlenpartnermann,
den sie nicht mehr sehen kann.
Nachtfalter suchen den Mond,
finden's dabei ungewohnt,
hellre Lichter anzutreffen
und dadurch geht doch glatt vergessen,
dass der Mond noch immer da.
Sie fliegen völlig sonderbar
um und in das Licht hinein -
verglühen dort und gehen ein...
Doch nicht nur Glühwurm, Flattertier
geht etwas verloren hier.
Der Traum-Urlaub, er "fällt ins Licht",
kein Raumausflug zum Mondgesicht.
Und auch zum "Flug" ganz ohne "zeug"
ist man durchs Licht nicht mehr bereit.
Kein Drachenkampf mehr angesagt,
die Wunschvorstellung wird "ver-Tagt",
durchs Licht, das strahlt raus in die Nacht...-
So hat man sehr schnell auch verbracht
den Schlaf ganz unruhig - ohne Traum.
Relaxen konnte man nur kaum.

Ruhe-Zeit ist angesagt,
die Nacht ist schön -
ganz unverzagt.

Ein lauer Wind, die Blätter rauschen,
schließ die Augen, fang an zu lauschen.
Öffne sie, und blick hinaus. -
Die Nacht betreibt den Ausverkauf
an Sorgen, Stress und Alltagsplagen
sie stellt Dir wirklich keine Fragen.
Sie antwortet auf ihre Weise,
ganz still, ganz schwarz, so schön und leise.
Die Wolken nehmen ihr nicht krumm,
dass es dunkel rundherum.
Sie ziehen - lassen sich sanft treiben
in des Windes kühle Weiten.

Drum lösch das Licht - mein lieber Freund -
und schaue völlig tief verträumt
in das Dunkel einer Nacht.
Sie gibt Dir was! - Ganz still und sacht...!


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