Wer hat Angst.de

Schreiben

Ich werde öfters mal gefragt, wie ich denn eigentlich zum Schreiben gekommen bin. Das ist eine gute Frage: Ausgerechnet ich! Das erste Buch, das ich wirklich gelesen habe, war ein historisches Sachbuch über das Christentum. - Und das im Alter von 18 Jahren. In meiner Kindheit und Jugend las ich maximal das YPS-Heft, und das auch nur oberflächlich. Geschrieben habe ich nur das, wozu ich im Schulunterricht "gezwungen" war. Die Deutschlehrerin in der Hauptschule war relativ "altbacken", was den Lehrstoff anging. Sie bevorzugte allgemein Schülerinnen. Hinzu kam, dass mir in der Schule ohnehin nicht der Sinn nach Lernen stand. Ich war einfach nur froh, die Pausen und den Schultag im Allgemeinen ohne "Mobbing-Attacken" zu überstehen. Und das war ohnehin eine Seltenheit.

Erst als ich unter Panikattacken litt und einen Psychotherapeuten besuchte, begann ich zu schreiben, was das Zeug hielt. Der Therapieansatz war, Tagesprotokolle zu führen, um mit ihnen bestimmten Gedankenmustern auf die Spur zu kommen, die wiederum Emotionen und körperliche Symptome nach sich zogen. Eines Tages erschien ich mit einem Bündel von 40 Seiten im A4-Format beim Therapeuten. Seine Reaktion: Wenn ich weiterhin so viel schreiben würde, könnte ich ja bald ein Buch veröffentlichen. Schließlich stammten die Protokolle von nur einer Woche, die jeweils zwischen den Therapiestunden lag. Ich lachte mit ihm: Eine absurde Idee, ich und schreiben...
Doch irgendwie hatte der Gedanke auch einen gewissen Reiz. Mir kam die Redewendung in den Sinn, dass man "sich etwas von der Seele schreiben" konnte. Irgendwann begann ich, meine Erfahrungen während der Schulzeit niederzuschreiben. Einfach mal so und für mich selbst. Bis ich mir die Frage stellte, warum ich nicht auch die Veröffentlichung anstreben sollte. Ich fand einen Verlag, der das Buch veröffentlichte. "Wer hat Angst vorm bösen Wolf" war für mich zwar finanziell kein Gewinn, ein emotionaler war es jedoch allemal. Ich bekam sehr viele positve Rückmeldungen von Mobbing-Betroffenen und deren Angehörigen und konnte mit dem Buch ein wenig Mut machen, da ich in ihm auch die Panikattacken und die nachfolgende Psychotherpie behandelte.
Zur gleichen Zeit begann ich damit, meine Emotionen in Gedichten niederzuschreiben und erkannte mehr und mehr, wie mächtig und wertvoll das geschriebene Wort sein konnte. Es konnte für Klarheit im eigenen Geist und der Gefühlswelt sorgen, konnte zugleich Emotionen, Gedanken und Themen an andere vermitteln, ihr Herz bewegen, die Welt verändern,...
Da ich mich stets für den Naturschutz engagiert habe, kam mir in den Sinn, mit befreundeten Autoren und Künstlern ein schon 2007 aktuelles Thema aufzugreifen und somit ein Gemeinschaftswerk zu initiieren. In Kooperation mit dem Deutschen Naturschutzring, dem auch der Gesamterlös zugute kam, entstand die Anthologie "Klima - Wandel Dich!", die sich als positver Gegenwandel zur globalen Erwärmung verstand.

Spätestens jetzt war mir klar, dass ich mit dem geschriebenen Wort die Welt ein Stück weit zum Positiven verändern wollte. Zugleich sollten meine Texte die Menschen unterhalten. So entstanden die weiteren, rechts oben aufgeführten Bücher. Klicken Sie rein, es gibt auch Leseproben... :-)
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