Der Weg zum Glück...

Um glücklich zu sein, braucht man das neueste Modell des Produktes XY. Man wird akzeptiert und ist "in", folgt man dem Trend der Zeit und kauft sich das, was andere sich auch kaufen. Es ist "geil", Geld zu sparen. - Koste es was es wolle. Schönheit und Jugend kann man sich kaufen und selbst den Lauf der Zeit kann man ab sofort bestimmen, mit Hilfe des richtigen Handytarifes. - Vorausgesetzt, man glaubt den ganzen Werbebotschaften, die uns Abend für Abend Glauben machen wollen, Konsum und Geld seien gleichzusetzen mit "dem Glück".
Wenn ich mich umschaue und sehe, wie viele Kinder heutzutage von nichts anderem sprechen als dem Preis von diesem und jenem und davon, sich das Neueste vom Neuen kaufen zu wollen, stellen sich mir die Nackenhaare zu Berge und ich würde ihnen am liebsten sagen: Lebt doch nicht fürs Geld alleine!
Schließlich ist das Geld nicht mehr als ein TAUSCHMITTEL und kein Heiligtum.
Die Bischöfe der katholischen und evangelischen Kirche haben es in ihren Botschaften zu Weihnachten 2008 auf den Punkt gebracht.
Das Geld wird zum Gott gemacht.
Es ist eine sehr seltsame Entwicklung und ich finde es befremdlich, dass ein achtjähriges Kind weiß, wieviel das neueste Videospiel kosten und was es alles leisten wird, während es zugleich keine Ahnung hat von den einfachsten Zusammenhängen in der Natur. Es kann die Wunder der Welt nicht genießen und verehrt beinahe stattdessen jene, die von Programmierern geschaffen wurden. Was wird aus diesen Kindern werden, wenn sie erst einmal erwachsen sind?

Bereits heute haben viele Menschen den Sinn des Lebens auf das Anhäufen von Geld und das Sparen desselben reduziert.
Allerdings jene Lebensweise keinerlei Perspektive für den Lebensweg an sich. Sicherlich kann man Geld anhäufen und das Leben nach ihm ausrichten.

Doch was dieser Turbo-Kapitalismus, der sich auch in unserer Gesellschaft zeigt, anrichtet, sieht man im Großen bereits in Form der Umweltzerstörungen weltweit. Hier sei an die Weisheit eines alten Sioux-Häuptlings zu denken, der einst sagte:
"Wenn der letzte Fisch gefangen, der letzte Baum gefällt und der letzte Fluss vergiftet ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann..."
Das ist ein oft benutzter und abgedroschener Spruch, doch er trägt eine Wahrheit in sich, die viele Menschen heutzutage vergessen oder verdrängt haben. - Zugleich erfahren auch zunehmend viele Menschen - noch hauptsächlich in den armen Staaten - durch entstehende Hungersnöte aufgrund verseuchter, leer gefischter Flüsse oder zunehmende Wetterextreme, dass der Spruch beinahe als Prophezeiung angesehen werden könnte.
Aber auch im Kleinen sei an die Tatsache erinnert, dass der Mensch nicht ewig lebt. Wenn er immer mehr Hab und Gut aneignen will und das Geld als oberste Priorität seines Lebens ansieht, wird er irgendwann feststellen, dass er das Geld nicht mitnehmen kann, wenn er diese Welt verlässt. Auch wird ihm das Geld keineswegs helfen, wenn es ihm schlecht geht. - Wenn er krank ist und sein eigentliches "Kapital" - die Gesundheit - vielleicht aufgrund der Geldgier verspielt hat. Der Mensch sollte doch das Wunder erkennen, das in jedem von uns steckt und das auch unsere Welt und das Universum offenbart.
Jesus sagte in der Bergpredigt: "Lernt von den Lilien auf dem Feld. Sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht. Ich sage euch: Selbst König Salomo war in all seiner Pracht nicht so gekleidet, wie es die Lilien sind."
Diese Aussage offenbart nicht nur die Tatsache, dass wir der Schönheit die Welt bewundern sollten. Vor allem weist sie aus meiner Sicht auf eines hin:
Man mag noch so viel arbeiten, noch so hart für den Profit kämpfen. - Wenn man nicht innehalten kann und das Erarbeitete auch genießen, hetzt man nur so durchs Leben und "erlebt" das Leben nicht wirklich. - Man "läßt" sich vielmehr leben und treibt im reißenden Strom des Kapitalismus dahin.
Der Mensch hat nicht ewig Zeit um zu leben und aus diesem Grunde sollte er nicht gestern oder morgen leben. Er sollte im Hier und Jetzt bewusst leben, sollte die Gegenwart wahrnehmen. Viele haben vergessen, wie und dass das funktioniert. Doch es ist möglich, jede Sekunde zu leben.
Die Westliche Welt hat sich zu sehr zum Sklaven der Uhr gemacht. Alles hängt von dieser Maschine ab und wie zum Zeichen der Gefolgschaft trägt heute beinahe jeder eine Uhr am Handgelenk. - Eine Fessel, die das Leben bestimmt.
"Ihr habt die Uhr, wir haben die Zeit", hat ein Indianer-Häuptling einmal zu einem "Weißen Mann" gesagt. Und dies sagt einiges aus über die Tatsache, dass wir uns treiben lassen von der Uhr. Ich finde es im Übrigen beinahe bezeichnend, dass Ende 2008 eine Zeitanpassung der Atomuhren stattfinden musste. Eine Sekunde waren die zu schnell und mussten an die langsamere Erdumdrehung angepasst werden...
Da stellt man sich doch die Frage: Warum müssen wir schneller leben, als die Erde sich dreht?

Was also nun tun, um wirklich "glücklich" zu werden? - Fragen Sie sich?
Nun, diese Frage muss sich jeder selbst beantworten. Und dies vor dem Hintergrund, wirklich zu leben und nicht einem falschen Heiligtum hinterher zu laufen.

Bei mir persönlich war der Glaube an Gott lange Zeit der Verzweiflung und dem Zweifel gewichen. Ich glaubte nicht mehr, dass er mir Hilfe geben kann oder will.
Mit dem Schwinden des Glaubens schwand auch meine Hoffnung und mit ihr ging es mir schlechter.
Wenn einem dann irgendwann genau jene Tatsache bewusst wird, dass je weiter man sich von Gott entfernt, man sich auch von sich selbst entfernt, bekommt man wieder einen klaren Blick. Und einem wird bewusst, dass das Leben ohne den Glauben ein Lauf durch das Labyrinth der Verzweiflung ist. Dass Probleme zu Bergen anwachsen, welche nur der Glaube versetzen kann. Denn vor dem Hintergrund einer "höheren Wahrheit" erscheinen die Probleme es Lebens bei weitem nicht mehr derart gewaltig. Wenn man sein Leben nicht mehr auf die kleinkarierte Welt der westlichen Hemisphäre reduziert, sondern an ein Großes und Ganzes glaubt und vertraut, rückt sich die Welt wieder in ein klares Licht.

Daher mein Rat an Sie:
Lösen Sie sich ein Stück weit von den Zwängen unserer Gesellschaft.
Nehmen Sie sich Zeit, denken Sie an Ihre Gesundheit. Es ist Ihr Leben - nicht das Ihres Vorgesetzten oder Ihres Unternehmens! Leben Sie im "Hier" und "Jetzt". - Vielleicht sagen sie sich jetzt, das sei immer leicht gesagt mit dem "Zeit nehmen". In Zeiten des drohenden Arbeitsplatzverlustes müsse man einfach mehr leisten, um nicht am Ende bei Arbeitslosengeld II zu enden. Sicher haben Sie prinzipiell Recht. Doch was, wenn Sie krank werden aufgrund Ihres Zeitdruckes? - Vielleicht berufsunfähig Glauben Sie, Ihr Vorgesetzter käme dann zu Ihnen und würde Ihnen einen großen Dank für Ihren Einsatz aussprechen? - Nein, die Gesundheit ist das wichtigste Kapital und Ihr Leben ist ein Unikat. Denn Sie haben nur eines und können sich nicht im Notfall für ein Neues bewerben... Zudem sei an die Tatsache erinnert, dass Millionen Menschen, die in den armen Regionen der Welt täglich auf dem Feld hart arbeiten müssen und in Armut leben, auch im "Hier" und "Jetzt" leben, diesen Lebensstil praktizieren. - So z.B. die vielen Buddhisten in Tibet und im asiatischen Raum im Allgemeinen. Aus jener Region stammt auch der Ratschlag:
"Wenn Du es eilig hast, nimm einen Umweg."
Finden sie zurück zum Glauben. Sie können sich vielleicht nicht vorstellen, welche Kraft Ihnen ein Gebet verleihen kann!

In diesem Sinne:

Viel Glück!

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